Ein zusätzliches Stockwerk verändert alles!
Die neue Planung für die Essenheimer Neue Mitte sieht für die beiden Wohn- und Geschäftshäuser statt der ursprünglich vorgesehenen zwei nun drei Stockwerke vor. Das soll dem Investor die Vermarktung des Ensembles erleichtern. Der neue Architekt stellte die überarbeitete Planung am 11. August im Gemeinderat vor. Doch konkrete Pläne wurden den Ratsmitgliedern nicht zur Verfügung gestellt – ebenso wenig neue Animationen, wie sie für die ursprüngliche Planung seit Jahren vorliegen. Das Argument des Bürgermeisters und Teilen des Gemeinderats: Durch die Absenkung des Platzes betrage der Höhenunterschied lediglich 60 Zentimeter. Die Änderungen seien deshalb marginal.
Doch stimmt das wirklich? Ein Blick auf die Modelle zeigt: Es geht um weit mehr als 60 Zentimeter!

Links die ursprüngliche Planung: Sie schöpft die nach dem Bebauungsplan zulässige Gebäudehöhe bei Weitem nicht aus. Rechts eine KI-generierte Darstellung der Bebauung mit einem zusätzlichen Stockwerk. Mangels belastbarer Informationen zur neuen Planung kann sie nicht jedes Detail korrekt wiedergeben. Die Größenverhältnisse und die Wirkung der zusätzlichen Höhe werden jedoch deutlich. Die geplanten Baukörper treten wesentlich stärker in Erscheinung und dominieren die umliegende Bebauung – einschließlich der benachbarten Häuser und des Rathauses.
Denn ein zusätzliches Stockwerk bedeutet nicht 60 Zentimeter, sondern rund drei Meter mehr Gebäudehöhe.
Das ist kein marginaler Unterschied. Es geht um die Dimensionen der Neuen Mitte, um ihre Wirkung auf das Ortsbild und um die Frage, wie sich das neue Zentrum in das gewachsene Essenheim einfügen soll.
Deshalb braucht es Transparenz statt Beschwichtigung: Wie sieht die neue Planung tatsächlich aus? Und warum wurden die entsprechenden Pläne und Visualisierungen nicht längst öffentlich vorgelegt? Essenheim verdient eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage, bevor die Weichen für die Neue Mitte gestellt werden.

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